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kammer(at)ingenieurkammer.de

Preisträger 2019

AnredeHerr
VornameNiklas
NameFreund
HochschuleTechnische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
FachbereichArchitektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften
InstitutLeichtweiß-Institut für Wasserbau
TitelM. Sc.
ThemaUntersuchung zur morphodynamischen Wirksamkeit von Offshore-Wellenbrechern an der Hörnum-Odde/Sylt

Kurzfassung

 

Ziel der Masterarbeit war es, die morphodynamische Wirksamkeit von Offshore-Wellenbrechern vor der Ortslage Hörnum der Insel Sylt zu untersuchen. Im Rahmen dessen erfolgte eine systematische Aufstellung der vorliegenden hydrographischen sowie morphodynamischen Bedingungen. Hierbei wurde verdeutlicht, dass der durch das aktuell vorliegende Tetrapodenschutzwerk unterbrochene Küstenlängstransport einen massiven Landmassenverlust des an der Südspitze Sylts gelegenen Naturschutzgebiets Hörnum Odde bewirkt. Die fehlende natürliche Versorgung der Hörnumer Odde mit Sediment und die Auswirkungen der tidebedingt hohen Strömungsbelastungen konnten auch durch vergangene Sandaufspülungsmaßnahmen nur unwesentlich reduziert werden.

 

Die zentrale Fragestellung rückte in den Vordergrund, ob durch das Ansetzen seewärts gelegener Wellenbrecher eine Wiederherstellung des Küstenlängstransports bei einem gleichzeitigen Schutz der Ortslage Hörnum erreicht werden kann. Auf Grundlage des formulierten Planungsziels erfolgte die funktional empirische Vorbemessung eines geeigneten Systems. Um den Einfluss der Kronenhöhe auf die Wirksamkeit zu untersuchen, wurde ein nicht getauchtes sowie ein getauchtes System ausgewählt. Die durchgeführten Untersuchungen erfolgten anhand numerischer Simulationen mit der Software Delft3D.

 

In Bezug auf das zuvor formulierte Planungsziel liegen große Abweichungen zwischen den untersuchten Varianten vor. Die getauchten Wellenbrecher können durch die vorliegenden mesotidalen Verhältnisse und den damit einhergehenden großen Schwankungen des Freibords keinen dauerhaften Schutz der Küste gewährleisten. Durch die nicht getauchten Wellenbrecher wurde eine deutliche Reduzierung der am Strand dissipierten Energie erzielt. Die morphodynamischen Auswertungen zeigten deutlich verringerte Strandrückgangsraten. Die zu beobachteten Trends der numerischen Simulation zeigten vielversprechende Ergebnisse, die eine geeignete Grundlage für weiterführende Untersuchungen liefern.